Sonntag, 23. Oktober 2016

Suche die kleinen Dinge, die dem Leben Freude geben.
Konfuzius

Nach der Veranstaltung in Vladslo fuhren wir nach Brügge und hatten dort eine Übernachtung in einem kleinen, sehr netten Hotel. Der Besitzer war sehr freundlich und hilfsbereit. Das Hotel ist gemütlich eingerichtet und alles ganz sauber. Es liegt in einer ruhigen Seitenstrasse und wir konnten vor der Tür parken. 

Hier einige Fotos von dem Hotel.







Hier auch Fotos von Brügge, der wundervollen Stadt mit tollen Gebäuden, den herrlichen Schokolaterien und den zauberhaften Geschäften. Besonders die Läden mit den Spitzen und Klöppelarbeiten finde ich toll. 
Das Wetter war nicht so berauschend, wie man sehen kann, daher habe ich auch nicht so viele Fotos gemacht.  Wir waren nicht zum ersten Mal hier und hoffentlich auch nicht zum letzten Mal.  Da könnte man hunderte Fotos zeigen, aber das hat nicht so eine Wirkung, wie ein persönlicher Besuch. 










So, mal wieder Schluss für heute.  Einen schönen Sonntagabend wünscht Euch die Tina von

Sonntag, 16. Oktober 2016

Jeder Krieg ist eine Niederlage des menschlichen Geistes.
Arthur Miller

Hallo!
Heute berichte ich mal etwas mehr, aber von anderem als Haus und Garten. Mal etwas ernstes habe ich zu berichten.
Es gibt immer noch so viele Kriege auf der Welt, leider haben die Menschen nichts dazugelernt.

Mein Großvater ist 1914 im ersten Weltkrieg gefallen, er war 26 Jahre jung und meine Großmutter 18. Sie waren erst kurze Zeit verheiratet als er eingezogen wurde. Großmutter mußte damals noch die Genehmigung ihres Vaters erhalten, heiraten zu dürfen. Meine Oma war schwanger mit meiner Mutter und ein paar Wochen vor der Geburt bekam sie Bescheid, dass ihr Mann gefallen ist.  Ich möchte hier nicht darauf eingehen, wie schlimm das für sie war, das kann sich jeder denken. Der Opa war ihre große Liebe und muss auch ein sehr lieber Mensch gewesen sein. Leider weiß ich das nur aus Erzählungen. Die meisten Dokumente sind im ersten und dann später im zweiten Weltkrieg verloren gegangen. So blieb meiner Oma nur die Erinnerung, ein paar Fotos und ein paar Postkarten, die ihr Mann an sie geschrieben hatte. 
Seine Handschrift war fast künstlerisch und er schrieb immer sehr liebevoll.  

Einige Jahre später hat Oma wieder geheiratet und noch eine Tochter bekommen. Mein Stiefopa, den ich noch kurze Zeit kennenlernen konnte, war auch ein sehr guter Mensch. Er hat meine Mutter immer wie seine eigene Tochter behandelt. Oma sagte auch immer, ansonsten hätte sie nie mehr geheiratet, wenn der Mann nicht gut zu ihrer Tochter gewesen wäre.
Leider ist er schon verstorben als ich erst 11 Jahre alt war.
Ich bin selbst ein Nachkömmling in der Familie, meine Schwestern waren bereits 23 und 22 Jahre alt, als ich kam. Dazwischen gab es noch meinen Bruder, der tragischerweise kurz vor seinem 7. Geburtstag tödlich verunglückte. 

Auch ihn habe ich leider nicht kennengelernt, da ich erst drei Jahre nach seinem Tod geboren wurde. Ein süßer Blondschopf, sehr lieb und aufgeweckt soll er gewesen sein.  Wenn man genau darüber nachdenkt, ich wäre vielleicht gar nicht auf der Welt, wenn der Kleine nicht gestorben wäre. Wer weiß, ob meine Eltern sich noch so spät nochmal für ein Kind entschieden hätten.  Ich habe noch seinen Tornister verwahrt und auch die Bücher der ersten Klasse, sowie die Griffeldose.
Ich hätte so gerne einen großen Bruder gehabt. 
Sein Grab existiert heute noch und wird immer noch von uns gepflegt, meine Eltern sind mittlerweile auch beide dort beigesetzt.

Meine Oma hat mir viel von ihrem ersten Mann erzählt. Dabei erwähnte sie auch mal, dass er evtl. in Belgien beerdigt wurde.
Das ging mir immer durch den Kopf, aber es dauerte dann noch sehr lange, bis ich auf die Idee kam, nach dem Grab zu suchen. Ich suchte im Internet  bei dem "Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge" und wurde sehr schnell fündig.  Da stand es plötzlich schwarz auf weiß. Ich hatte nur den Namen und das Sterbejahr eingegeben. Schon erschien der Name meines Großvaters in einer langen Liste, aber er war der einzige mit dem Namen, der 1914 gefallen war.  Ich war mir da schon sicher, dass er es war. Habe aber dann noch genau nachgeforscht und in Bochum bei einem Standesamt angerufen, um noch die Heiratsurkunde zu erhalten. Meine Großeltern hatten damals in Bochum geheiratet.  Dort hatte ich Glück und eine sehr nette Mitarbeiterin fand es toll, dass ich nach so vielen Jahren das Grab suchen wollte und hat mir geholfen. Sie hat mich ein paar Tage später informiert, dass sie erfolgreich war und die Urkunde gefunden hatte.  Ich habe dann eine Kopie bekommen. So konnte ich verschiedene Daten abgleichen und kann mir heute sicher sein, dass es sich auf dem Friedhof in Vladslo, Belgien, tatsächlich um meinen  Großvater handelt.  





Dort stehen auch zwei Skulpturen von der Bildhauerin Käthe Kollwitz. Ein trauerndes Elternpaar stellen sie dar,  denn ein Sohn von Käthe Kollwitz ist ebenfalls 1914 gefallen und auf dem Friedhof beigesetzt.  Daher ist dieser Friedhof auch relativ bekannt.

90 Jahre nach dem Tod meines Großvaters hat dann erstmals jemand von der Familie das Grab besucht, es waren mein Mann und ich. Es war sehr ergreifend, der Friedhof hat eine ganz bestimmte Stimmung, aber nicht unangenehm, eher so beruhigend kam es mir vor.  

Leider hat meine Großmutter das alles nicht mehr mitbekommen, da sie 1984 mit 88 Jahren verstorben ist.  Sie hätte sich unglaublich gefreut, dass wir das Grab gefunden und besucht haben.   Ein paar Jahre nach dem ersten Besuch waren wir wieder dort und auch jetzt zum dritten Mal wieder. Es gab diesmal eine große Veranstaltung, zu der wir auch eingeladen waren. Es kam der deutsche Botschafter und ein Ministerpräsident aus Belgien. Ebenfalls die amerikanische Botschafterin mit Bodyguards, eine Bürgermeisterin von Diksmuide und einige Verwandte der Gefallenen sowie auch belgische Bürger nahmen daran teil.
 Es wurden einige Reden gehalten, Musiker spielten dazu und Schulkinder trugen etwas vor.  Die Bundeswehr war anwesend  und vom belgischen Militär waren auch Vertreter dort.  Die Veranstaltung fand statt, weil einige Umbauarbeiten getätigt worden waren und nun abgeschlossen sind. Schöne Parkplätze gibt es nun und im Eingangsbereich hat man ein freies WLan installiert. Damit kann man sich eine App herunterladen, mit deren Hilfe man sich einen Überblick von dem Gelände verschaffen kann.  Ich habe von der eigentlichen Veranstaltung keine Fotos gemacht. Es liefen so viele Menschen dort herum und dann hätte ich alles pixeln müssen. 

Das Beste kam zum Schluss. Einige Organisationen hatte Kränze geschickt. Diese wurden dann jeweils von deutschen Soldaten vor den Skulpturen der trauernden Eltern niedergelegt. Es wurden einige Namen der gefallenen Soldaten vorgelesen, deren Verwandte anwesend waren. Damit hatte ich nicht gerechnet.





Das waren so ca. 15 Namen und auf dem Friedhof liegen über 25.000 gefallene Männer und auch einige Frauen, die als Krankenschwestern tätig waren. Es war so ergreifend, wie der Name meines Großvaters genannt wurde. 102 Jahre nach seinem Tod wird der Name öffentlich ausgesprochen.  Ich weiß nicht, ob Unbeteiligte sich das vorstellen können, wie berührend das ist. 

Hiermit einen herzlichen Dank an den Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge, die wirklich eine sehr gute Arbeit leisten und auch an die belgischen Bürger, die sich mit um den Erhalt und die Pflege des Friedhofs kümmern. 

Lange Geschichte, ich hoffe ich habe niemanden gelangweilt.

Nun erstmal Schluss für heute. Es grüßt Euch die Tina von



Sonntag, 25. September 2016

Jeder Tag will eine Freude in dir wecken. 
Du mußt sie nur entdecken.
Sonja Wolff


Da gibt es doch glatt noch etwas aus unserem Urlaub zu berichten.

Erst noch Urlaubsfotos, die ich doch unbedingt zeigen muss. Dort stehen wir auf einen Bauernhof in der Nähe vom Hopfensee und schauen auf die Berge im Hintergrund, wo das Schloss Neuschwanstein in der Abendsonne verschwindet.  Das große Bild sieht aus wie eine Werbung von Carthago.  Solche Aufnahmen entstehen meist spontan und sind dann die schönsten.





So langsam macht man sich in kleineren Etappen mit dem Reisemobil wieder auf den Heimweg. So haben wir auch einen Abstecher in den Hessenpark in der Nähe von Bad Homburg gemacht. Ein tolles großes Gelände als Freilichtmuseum. Kann ich nur empfehlen, wenn man, wie wir, solche Freilichtmuseen liebt und gerne schaut, wie die Menschen früher gelebt haben.












Wir werden gerne nochmal hinfahren, zumal wir nur 1/3 des Geländes gesehen haben. Erst mal wegen meiner Fußprobleme und dann war es an dem Tag besonders warm. 

Die letzte Station führte uns nach Bad Berleburg auf einen uns bekannten Stellplatz. Auf der Fahrt dorthin haben wir in der Nähe der Edertalsperre dieses verrückte Haus entdeckt und schnell während der Fahrt ein Foto gemacht. 



Nun erst mal wieder bis zum nächsten Mal, einen schönen sonnigen Sonntag wünscht Euch Tina von

Sonntag, 18. September 2016

 Die beiden wichtigsten Arbeitsplätze eines Menschen:
                            Kopf und Herz
Ernst Ferstl




Hier noch ein bißchen mehr von unserem Urlaub.



Ganz besonders gut hat uns der Besuch in Iffeldorf bei der noch sehr neuen Anlage von Gut Aiderbichl gefallen. Dort werden Tiere aufgenommen, die woanders keine Chance mehr hatten und schon gar nicht mehr lebten, wenn sie nicht hier ein neues Heim gefunden hätten.  Dort kann man sehr traurige Lebensläufe der Tiere nachlesen und ich bin froh, dass es so einen Ort wie Aiderbichl gibt.  Die Tiere haben es dort gut, so sauber und richtig viel Platz. Auf diesem Gut z.B. liefen u.a. zahlreiche Schafe ganz frei herum und tummelten sich dann in einer riesigen Scheune, die bis oben mit Heu gefüllt war. 









Wir haben auch den sehr großen Eber Oskar kennengelernt, der frei herumlaufen darf und ganz lieb sein soll. Da konnte man mal sehen, wie groß Schweine wirklich werden können, wenn sie nicht vorher als Schnitzel auf dem Teller landen. Er schlief aber bei unserem Besuch und wecken wollten wir ihn lieber nicht, aber schaut selbst.




 Ich kann nur raten, besucht auch mal ein Gut Aiderbichl, wenn Ihr in der Nähe seid. Es gibt ja einige davon in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es kommen einem schon manchmal die Tränen, also steckt ein Taschentuch ein. 




Ein blindes Kälbchen wurde mit der Mutter dort aufgenommen und lebt heute noch als ausgewachsene Kuh mit der Mutter zusammen.  Tiere aus dem Circus, die nicht mehr gebraucht oder zu teuer wurden, Tiere mit einer Fehlstellung der Beine, blinde Tiere, ein Kamel Franziska, von einem Circus abgegeben,  die ein Junges bekam und es besonders liebevoll betreute, weil sie merkte, dass etwas nicht stimmte. Das Kleine ist dann nach ein paar Monaten gestorben und die Mutter hat furchtbar getrauert und wollte nicht mehr fressen. Hätten sich nicht die Pfleger einige Zeit intensiv Tag und Nacht um sie gekümmert, wäre sie auch gestorben. 




So ein Besuch macht einem natürlich wieder bewußt,  dass der Mensch nur Fehler macht und daraus nichts lernt. 
Es gibt aber auch gute Menschen, die sich darum kümmern, dass Tiere auf Gut Aiderbichl aufgenommen werden und ihren Lebensabend in Würde verbringen können.  Ponys z.B. die eine Behinderung haben oder die ihren Besitzern irgendwie lästig geworden sind. Kinder bekommen Ponys geschenkt, aber die Kinder bleiben nicht klein, die Ponys schon. Und dann?




Dort wird einem wieder klar,  dass besonders die Nutztiere von uns Menschen wirklich nur ausgenutzt werden. Sie schinden oft ein trauriges Dasein, bis sie dann bei uns auf dem Teller landen. Ich schäme mich auch, wir essen auch Fleisch, nicht oft und keine großen Mengen,  aber es müßte ganz allgemein ein Umdenken stattfinden. Weniger Fleisch essen,  etwas mehr dafür bezahlen, dann hätten vielleicht die Tiere wieder eine Chance, artgerechter mit mehr Platz und Auslauf gehalten zu werden und ihr kurzes Dasein würdiger zu verbringen. Das wünschte ich mir.

Das widerstrebt aber unserer Profitgier völlig und wir vergessen gerne, dass die Tiere auch Lebewesen sind mit Gefühlen. Sie spüren Angst und Schmerz, Trauer und Verlust, sie kümmern sich liebevoll um ihre Jungen. Das kriegen manche unserer Artgenossen noch nicht mal hin.
Hauptsache der Profitgeier Mensch steht an erster Stelle, er hat sein Fleisch auf dem Tisch, egal woher es kommt und es soll auch nicht viel kosten.
Na, dann guten Appetit !


Sorry, aber das mußte ich loswerden.


Bis bald, liebe Grüßchen von 


Sonntag, 11. September 2016

Das Schicksal mischt die Karten, aber Du spielst das Spiel.
Lebensweisheit

Ihr Lieben, 
hier etwas herbstliche Deko auf unserer Terrasse.



Das ist das Schränkchen vom Trödel im neuen Outfit.






 Eine Behandlung für meine Fersen muss ich nun doch machen, die Röntgenreizbestrahlung.  Wollte ich eigentlich nicht, aber mein Arzt meinte, viel Möglichkeiten bleiben mir nicht, um die Schmerzen vielleicht mal wieder loszuwerden.  Jetzt warte ich, bis die Termine anfangen, dann mache ich 6 Behandlungen pro Fuß und hoffe auf Besserung. 

Auch haben wir schon wieder eine Idee im Kopf, wie immer, wir können es nicht lassen. Wer keine Arbeit hat, der macht sich welche. Ich werde dann berichten, wenn es soweit ist. Ich muss so richtig den Kick bekommen und dann geht es los, denn es ist schon etwas aufwändig. 
Am Samstag waren wir so fleißig und haben das Reisemobil mal wieder gewaschen, aber dann auch noch gewachst und poliert. Das ist viel Arbeit bei der Größe.  

Im Garten ist auch noch einiges zu tun, da die netten Raupen uns doch wieder den Buchs angeknabbert haben. Das ist jetzt das zweite Jahr mit den Buchsbaum-Feinschmeckern und schon ziemlich ärgerlich. Jetzt müssen wohl wieder einige Pflanzen entfernt werden. Im letzten Jahr hatten wir schon Buchs entfernen müssen, der total abgefressen war. Mit Gift möchte ich im Garten nicht arbeiten.  Ich denke mal, der Plagegeist hat sich hier bei uns am Niederrhein mittlerweile eingelebt. So plötzlich, wie er vor ca. 2 Jahren hier aufgetaucht ist, verschwindet er hoffentlich irgendwann auch wieder.



Unsere Küche hat auch mal neue Türgriffe bekommen.





Das war es für heute mal wieder, einen schönen Sonntagabend wünscht Euch die Tina von